[perspektive:] Hungersnot: Madagaskar steuert auf humanitäre Katastrophe zu

Nach mehreren aufeinanderfolgenden Dürrejahren schlägt das Welternährungsprogramm (WFP) nun Alarm. Dem afrikanischen Inselstaat Madagaskar droht eine verheerende Hungersnot. Es braucht 75 Millionen Dollar um die Versorgung zu verbessern und bis nach dem Juli sicherzustellen.

Betei­lig­te des WFP berich­ten von kata­stro­pha­len Zustän­den im Süden des Lan­des, der beson­ders bedroht sei. „Die Men­schen ver­su­chen ver­zwei­felt zu über­le­ben und essen Heu­schre­cken, Blät­ter und rohe Kak­tus­früch­te“, schil­der­te Ein­satz­lei­ter Daoud die Situa­ti­on. Auch klei­ne Kin­der wür­den nur noch aus Haut und Kno­chen bestehen.

Von den 28 Mil­lio­nen Einwohner:innen Mada­gas­kars benö­ti­gen der­zeit laut WFP rund 1,35 Mil­lio­nen drin­gen­de Unter­stüt­zung. Die Res­sour­cen des Welt­ernäh­rungs­pro­gramms kön­nen die­se Unter­stüt­zung jedoch nicht bie­ten. So wur­den zuletzt 750 000 Men­schen mit hal­ben Ratio­nen ver­sorgt. Nach Anga­ben Daouds sei­en 75 Mil­lio­nen Dol­lar not­wen­dig, um die Ver­sor­gung zu ver­bes­sern und bis nach dem Juli sicher­zu­stel­len.

Direk­ter Aus­ö­ser für die Hun­gers­not sind meh­re­re Dür­re­jah­re, kli­ma­be­ding­te Schocks und Sand­stür­me. Vie­le Fel­der sei­en dadurch unbe­stell­bar gewor­den.

Der­zeit sind in man­chen Distrik­ten mehr als ein Vier­tel der Men­schen akut unter­ernährt. 16,5 Pro­zent der Kin­der unter fünf Jah­ren lei­den eben­so an aku­ter Man­gel­er­näh­rung. Das ent­spricht einer Ver­dop­pe­lung inner­halb von vier Mona­ten. Im beson­ders betrof­fe­nen Bezirk Ambo­vom­be sind es 27 Pro­zent. Laut WFP dro­he gan­zen Fami­li­en der Hun­ger­tod.

Der Bei­trag Hun­gers­not: Mada­gas­kar steu­ert auf huma­ni­tä­re Kata­stro­phe zu erschien zuerst auf Per­spek­ti­ve.

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