[labournet:] Arbeitsbedingungen im Agrarwesen: Ackern ohne Absicherung

Spargelernte: Knochenarbeit“… Vor allem in der Land­wirt­schaft arbei­ten Men­schen ohne Sozi­al­ver­si­che­rung. 2019 waren im Schnitt 15 Pro­zent der Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis­se im Agrar­sek­tor soge­nann­te kurz­fris­ti­ge Jobs ohne gesetz­li­che Kranken‑, Pflege‑, Arbeits­lo­sen- und Ren­ten­ver­si­che­rung. Das betrifft vor allem Feld­arbeiterInnen etwa in der Spar­gel­ern­te, die aus ärme­ren Län­dern wie Rumä­ni­en kom­men. Auf Platz zwei steht die Bran­che Wer­bung und Markt­for­schung, bei wel­cher der Anteil ohne Sozi­al­ver­si­che­rung 9 Pro­zent beträgt. An drit­ter Stel­le steht der Bereich „Ver­mitt­lung und Über­las­sung von Arbeits­kräf­ten“ mit 3 Pro­zent. Das zeigt eine sta­tis­ti­sche Aus­wer­tung, die die Bun­des­agen­tur für Arbeit auf taz-Anfra­ge erstellt hat. Auch nach den noch nicht voll­stän­di­gen Daten für 2020 liegt die Land­wirt­schaft vorn. Das gilt eben­falls für den Ver­gleich in abso­lu­ten Zah­len: Im Mai 2020 bestan­den in der Land­wirt­schaft laut Sta­tis­tik 83.000 kurz­fris­ti­ge Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis­se – so vie­le wie in kei­ner ande­ren Bran­che. (…) Man­che Bau­ern hat­ten bean­stan­det, dass vor allem ihre Bran­che wegen der sozi­al­ver­si­che­rungs­frei­en Jobs kri­ti­siert wer­de. Die deut­sche Land­wirt­schaft bekommt jedes Jahr etwa 6 Mil­li­ar­den Euro Agrar­sub­ven­tio­nen von der EU. Die Indus­trie­ge­werk­schaft Bau­en-Agrar-Umwelt (IG BAU) for­dert, das Geld künf­tig nur noch an Höfe zu zah­len, die Tarif­ver­trä­ge ein­hal­ten…” Arti­kel von Jost Mau­rin vom 2. Mai 2021 in der taz online externer Link

Der Bei­trag Arbeits­be­din­gun­gen im Agrar­we­sen: Ackern ohne Absi­che­rung erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

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