[perspektive:] H&M setzt Angriff auf Beschäftigte und junge Mütter fort

Anfang 2021 hatte H&M Massenentlassungen angekündigt. Mit der Covid-Pandemie hatte das nicht mehr zu tun, als dass diese in der Unternehmenskommunikation ein willkommener Vorwand war. Jetzt setzt H&M den Angriff auf die Beschäftigten fort, Leidtragende sind zum wiederholten Mal vor allem junge Mütter.

Schicht­ar­beit ist ohne­hin für vie­le Beschäf­tig­te eine zusätz­li­che Belas­tung zu einem stres­si­gen Arbeits­all­tag. Arbeiter:innen, die ihre Schicht­plä­ne erst kurz vor knapp erhal­ten und so de fac­to stets in Bereit­schaft sein müs­sen, sind in man­chen Unter­neh­men ille­ga­ler­wei­se mehr Regel als Aus­nah­me.

Der Mode­kon­zern H&M hebt die­se arbeiter:innenfeindlichen Bedin­gun­gen auf ein neu­es Niveau: Den Schich­ten sol­len „fle­xi­ble Arbeits­zei­ten zu Stoß­zei­ten“ wei­chen. Für die Beschäf­tig­ten bedeu­tet das noch weni­ger Plan­bar­keit und noch höhe­re Belas­tung.

H&M und Dou­glas strei­chen mas­sen­haft Stel­len – vor allem jun­ge Müt­ter betrof­fen

Mit die­ser Maß­nah­me setzt H&M den zwei­ten Teil eines Spar­plans für das Unter­neh­men um. In einem ers­ten bot die Unter­neh­mens­füh­rung vor allem jun­gen Frau­en, Schwer­be­hin­der­ten und Lang­zeit­kran­ken ein „Frei­wil­li­gen­pro­gramm“ zum Stel­len­ab­bau an. Letzt­end­lich wur­den so 600 statt der geplan­ten 800 Stel­len abge­baut.

Explizite Diskriminierung von jungen Müttern

In einem Schrei­ben kom­mu­ni­zier­te der Mode­kon­zern, dass das aktu­el­le Schicht­sys­tem den „Kun­den­wün­schen“ nicht mehr gerecht wür­de. Anstel­le der Schich­ten soll­ten jetzt fle­xi­ble Arbeits­zei­ten zu Stoß­zei­ten, also vor Allem nach­mit­tags und am Wochen­en­de, tre­ten.

Busi­ness Insi­der berich­tet auf Grund­la­ge von H&M‑internen Papie­ren, dass davon erneut vor allem jun­ge Müt­ter betrof­fen wären. Um fes­te Arbeits­zei­ten in ein fle­xi­bles Arbeits­mo­dell umzu­wan­deln, kön­ne die Rück­kehr aus der Eltern­zeit genutzt wer­den.

H&M‑Massenentlassungen haben nichts mit Coro­na zu tun

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