[KgK:] VKG: Gewerkschaften müssen Streiks für Enteignungen und gegen die Kürzungspolitik organisieren!

Am 1. Mai gin­gen bun­des­weit Zehn­tau­sen­de Men­schen gegen die Wirt­schafts­kri­se und die Pan­de­mie­po­li­tik der Regie­rung auf die Stra­ße. In Ber­lin betei­lig­ten sich Kran­ken­haus­be­schäf­tig­te der Ber­li­ner Kli­ni­ken, sowie Aktivist:innen der „Deut­sche Woh­nen & Co Enteignen“-Kampagne an den Demons­tra­tio­nen. Damit stell­ten sie sich gegen den Beschluss der Büro­kra­tie des Deut­schen Gewerk­schafts­bun­des (DGB), der nun zum zwei­ten Mal in Fol­ge nicht zu Mobi­li­sie­run­gen zum 1. Mai auf­ge­ru­fen hat­te. Die Regie­rung gerät nun durch die­se bei­den Bewe­gun­gen unter Druck.

1. Mai in Ber­lin und Mün­chen

Die Ver­net­zung für kämp­fe­ri­sche Gewerk­schaf­ten (VKG), an der wir uns von Klas­se Gegen Klas­se und dem klas­sen­kämp­fe­ri­schen Arbeiter:innen-Netzwerk AKUT betei­li­gen, orga­ni­siert mit Akti­ven aus die­sen Kam­pa­gnen zur Unter­stüt­zung die­ser Bewe­gun­gen und zur Dis­kus­si­on über die Auf­ga­ben der Gewerk­schaf­ten die Ver­an­stal­tung “Öffent­lich statt Pri­vat – War­um Gewerk­schaf­ten für öffent­li­ches Eigen­tum kämp­fen soll­ten” am Don­ners­tag, den 13. Mai um 18 Uhr auf Zoom. Hier fin­det ihr unse­re Vor­schlä­ge an die VKG, damit sich die Arbeiter:innenbewegung unab­hän­gig von den refor­mis­ti­schen Par­tei­en und gegen die Gewerk­schafts­bü­ro­kra­tie an den Bewe­gun­gen betei­ligt.

Für Streiks des DGB für die Enteignung von Deutsche Wohnen und Co.!

Beson­ders nach der Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­rich­tes bezüg­lich des Mie­ten­de­ckels wur­de klar, dass für die Ent­eig­nung der Immo­bi­li­en­kon­zer­ne ein viel grö­ße­rer Druck auf die Regie­rung und die Gerich­te nötig ist. Selbst im Fal­le eines posi­ti­ven Ergeb­nis­ses beim Volks­ent­scheid ist der Ber­li­ner Senat nicht dazu ver­pflich­tet, ein ent­spre­chen­des Gesetz zu ver­ab­schie­den.

Genau wie die Kapitalist:innen und die Regie­rung die Kam­pa­gne mit ihren eige­nen Metho­den (Kla­gen vor Gericht, Media­le Kam­pa­gnen in der Sprin­ger­pres­se etc.) angrei­fen, brau­chen wir als Mieter:innen und Arbeiter:innen unse­re Vor­ge­hens­wei­sen: Mas­sen­mo­bi­li­sie­run­gen, Streiks, Ver­samm­lun­gen und Beset­zun­gen.

Dabei kommt den Gewerk­schaf­ten eine gro­ße Auf­ga­be zu. Der DGB muss mas­sen­wei­se für die Demons­tra­tio­nen um die Woh­nungs­fra­ge mobi­li­sie­ren. Betriebs­grup­pen haben die Mög­lich­keit, inner­halb kür­zes­ter Zeit gemein­sam mit den Kiez­teams dezen­tral in den jewei­li­gen Betrie­ben die not­wen­di­gen Unter­schrif­ten zu sam­meln, wie es schon jetzt ver­ein­zelt geschieht. Aus den ein­zel­nen Betrie­ben her­aus kön­nen eige­ne Blö­cke auf den Mie­ten­de­mons­tra­tio­nen gebil­det wer­den, die neben den For­de­run­gen nach Ent­eig­nun­gen und Miet­sen­kun­gen auch For­de­run­gen gegen die Kri­sen­po­li­tik der Regie­rung und die Zustän­de in den Betrie­ben erhe­ben kön­nen. Ein kon­kre­ter Anlass hier­für wäre die kom­men­de Mie­ten­wahn­sinn-Demons­tra­ti­on am 23. Mai in Ber­lin. Die VKG und die ein­zel­nen Betriebs­grup­pen soll­ten hier die For­de­rung auf­stel­len, dass die DGB-Gewerk­schaf­ten zen­tral für die Demons­tra­ti­on mobi­li­sie­ren.

Sol­che Mobi­li­sie­run­gen sind drin­gend not­wen­dig, den­noch brau­chen wir, wenn wir genug Druck auf die Regie­rung aus­üben und den Volks­ent­scheid gegen die Angrif­fe der Gerich­te, der Kapitalist:innen und der Regie­rung ver­tei­di­gen wol­len, das zen­tra­le Kampf­mit­tel: Streiks. Kurz vor den Bun­des- und Land­tags­wah­len am 23. Sep­tem­ber, an dem auch über den Volks­ent­scheid abge­stimmt wer­den soll, erwar­ten uns mög­li­cher­wei­se meh­re­re Streik­be­we­gun­gen in den Kran­ken­häu­sern (Ber­li­ner Kran­ken­haus­be­we­gung), sowie in Schu­len, Kitas und Hoch­schu­len (Tarif­ver­trag-Län­der). Ange­sichts der stei­gen­den Mie­ten und sta­gnie­ren­den Löh­nen sowie der jah­re­lan­gen Kür­zungs­po­li­tik der Regie­rung im öffent­li­chen Dienst ist es mehr als ange­bracht, dass die­se Kämp­fe mit dem Kampf für Ent­eig­nun­gen ver­bun­den wer­den.

Eine kon­kre­te Per­spek­ti­ve könn­te sein, dass die Streiks im öffent­li­chen Dienst wei­ter­ge­führt wer­den, bis der Ber­li­ner Senat ein ent­spre­chen­des Gesetz für die Ent­eig­nung der Woh­nungs­un­ter­neh­men ver­ab­schie­det. Die­se Streiks soll­ten von Mas­sen­mo­bi­li­sie­run­gen der gesam­ten Ber­li­ner Bevöl­ke­rung unter­stützt wer­den, sodass auch für die ein­zel­nen For­de­run­gen in Kran­ken­häu­sern und in Kitas etc. ein enor­mer Druck auf die Regie­rung auf­ge­baut wer­den kann. Es braucht gro­ße Ver­samm­lun­gen der Beschäf­tig­ten der Ber­li­ner Betrie­be und Mieter:innen, um über eine sol­che Per­spek­ti­ve zu dis­ku­tie­ren. Die­se Ver­samm­lun­gen soll­ten auch die voll­stän­di­ge Kon­trol­le über die Streik­be­we­gung haben, das heißt ihre Ent­schei­dun­gen soll­ten für die Appa­ra­te der Gewerk­schaf­ten und die DW-Ent­eig­nen-Kam­pa­gne bin­dend sein.

Die Kam­pa­gne „Deut­sche Woh­nen und Co. Ent­eig­nen“ for­dert dabei eine Ent­schä­di­gung, weit unter den markt­üb­li­chen Prei­sen. Dar­auf ant­wor­ten wir: Kei­nen Cent sol­len die Kon­zer­ne krie­gen, die sich mit unse­rem Geld ihre Kon­ten fül­len und damit spe­ku­lie­ren. Kei­ne Ent­schä­di­gung für Deut­sche Woh­nen, Vono­via und Co.! Des­halb for­dern wir nicht nur die Ver­ge­sell­schaf­tung des Wohn­raums. Wir for­dern auch, dass Mieter:innen und Arbeiter:innen die Kon­trol­le über die Woh­nun­gen über­neh­men und in demo­kra­ti­schen Struk­tu­ren wich­ti­ge Ent­schei­dun­gen selbst tref­fen.

Bauen wir eine bundesweite Streikbewegung der Krankenhausbeschäftigten und Mieter:innenproteste auf!

In den letz­ten Wochen wur­den in der Öffent­lich­keit Stim­men laut, dass es jetzt erst recht eine bun­des­wei­te Per­spek­ti­ve für die Ent­eig­nun­gen braucht. Auch wenn die­se Per­spek­ti­ve von refor­mis­ti­schen Kräf­ten in eine rein par­la­men­ta­ri­sche Rich­tung für den Wahl­kampf kana­li­siert wird, wer­den bereits in ande­ren Städ­ten Initia­ti­ven der Mieter:innen für Ent­eig­nun­gen gegrün­det. Gera­de nimmt auch eine ande­re Bewe­gung in Ber­lin Fahrt auf, die die For­de­run­gen gegen die Kür­zungs­po­li­tik der Regie­run­gen, ins­be­son­de­re im Gesund­heits­sys­tem, in den Mit­tel­punkt stellt: die Ber­li­ner Kran­ken­haus­be­we­gung.

Am 12. Mai wird eine ers­te gro­ße Akti­on der Ber­li­ner Kran­ken­haus­be­we­gung vor dem Roten Rat­haus statt­fin­den, bei der die For­de­run­gen der Kolleg:innen an den Ber­li­ner Senat gestellt wer­den sol­len. Die Kolleg:innen for­dern einen neu­en Ent­las­tungs­ta­rif­ver­trag für die Pfle­ge, der zur Ein­stel­lung von mehr Per­so­nal füh­ren soll, eine Ein­glie­de­rung aller Toch­ter­un­ter­neh­men der Kran­ken­häu­ser zurück in den Betrieb und ein Ende des Out­sour­cings.

Die neue Bewe­gung knüpft an bun­des­wei­te Streiks in den Kli­ni­ken ab 2015 an, die außer­halb der regu­lä­ren Tarif­run­den ablie­fen. An der Ber­li­ner Cha­ri­té konn­te 2016 so ein „Tarif­ver­trag Gesund­heits­schutz“ erreicht wer­den, der Unter­gren­zen für Per­so­nal­be­set­zun­gen an ein­zel­nen Sta­tio­nen fest­leg­te. In 15 wei­te­ren Kli­ni­ken wur­den ähn­li­che Ver­ein­ba­run­gen getrof­fen, jedoch haben die Kli­nik­lei­tun­gen unter­schied­li­che Wege gefun­den, die­se zu umge­hen. Wäh­rend die Streiks einen gewis­sen Druck aus­üben konn­ten, wur­de die Kam­pa­gne letzt­end­lich in eine rein par­la­men­ta­ri­sche Rich­tung gelenkt. Was dabei her­aus­kam: das Pfle­ge­pa­ket der Gro­ßen Koali­ti­on 2018 und die Ein­füh­rung von Per­so­nal­un­ter­gren­zen, die aller­dings kaum eine tat­säch­li­che Ver­bes­se­rung mit sich brach­ten.

In die­sem Sin­ne ist es ein gro­ßer Erfolg der Ber­li­ner Kran­ken­haus­be­we­gung, dass sie die Per­spek­ti­ve der Streiks auf­wer­fen und es auch sei­tens der Kolleg:innen Anstren­gun­gen gibt, die Bewe­gung bun­des­weit aus­zu­wei­ten. Ver.di soll­te noch die­ses Jahr auch in wei­te­ren Bun­des­län­dern Kran­ken­haus­be­we­gun­gen ansto­ßen. Eine bun­des­wei­te Streik­be­we­gung mit poli­ti­schen For­de­run­gen ist wich­tig, weil die Ursa­che der Zustän­de in den Kli­ni­ken zwar einer­seits an der Poli­tik der Kli­ni­ken selbst liegt, jedoch haupt­säch­lich an der Kür­zungs­po­li­tik der Bun­des- und Lan­des­re­gie­run­gen.

Daher ist es not­wen­dig, den Kampf für einen neu­en Ent­las­tungs­ta­rif­ver­trag für alle Kran­ken­haus­be­schäf­tig­ten mit For­de­run­gen nach mas­si­ven Inves­ti­tio­nen in das Gesund­heits­sys­tem, Abschaf­fung der Fall­pau­scha­len (DRGs) und der Ein­füh­rung einer mas­si­ven Ver­mö­gens­steu­er für die Finan­zie­rung der Kos­ten zu ver­bin­den. Alle Maß­nah­men für mehr Per­so­nal müs­sen der Kon­trol­le sei­tens der Beschäf­tig­ten unter­lie­gen, die eigen­stän­dig über Sank­tio­nen bei Ver­stö­ßen der Geschäfts­füh­rung ent­schei­den sol­len.

Die Ein­heit der Pfle­ge­kräf­te und aus­ge­la­ger­ten Ser­vice­be­schäf­tig­ten soll­te in die­ser Bewe­gung befes­tigt wer­den. Streiks und Tarif­ver­hand­lun­gen für einen Ent­las­tungs­ta­rif­ver­trag und der Kampf für die Ein­glie­de­rung aller Toch­ter­un­ter­neh­men soll­ten gemein­sam geführt wer­den, um zu ver­hin­dern, dass die Regie­rung die Beschäf­tig­ten gegen­ein­an­der aus­spie­len kann. Es braucht Ver­samm­lun­gen aller Kran­ken­haus­be­schäf­tig­ten vor und wäh­rend der Streiks, die die voll­stän­di­ge Kon­trol­le über die Streiks und die Ver­hand­lun­gen haben soll­ten, indem sie über alle Fra­gen offen dis­ku­tie­ren und ver­bind­li­che Abstim­mun­gen durch­füh­ren. Tarif­kom­mis­sio­nen und gewerk­schaft­li­che Vertreter:innen soll­ten aus die­sen Ver­samm­lun­gen her­aus gewählt wer­den und jeder­zeit abwähl­bar sein. So kön­nen wir effek­tiv sicher­stel­len, dass nie­mand von außen, weder die Regie­rung noch der Bun­des­vor­stand und die Büro­kra­tien der Gewerk­schaf­ten, son­dern ein­zig die Beschäf­tig­ten selbst über den Streik und sei­nen Fort­gang ent­schei­den.

In die­sem Sin­ne ist es unse­re Auf­ga­be als VKG gemein­sam mit den Kolleg:innen der Ber­li­ner Kran­ken­häu­sern dafür zu kämp­fen, dass die Streiks tat­säch­lich auf­ge­nom­men wer­den.

Keine Hoffnungen an Grün-Rot-Rot – für eine klassenkämpferische Alternative!

Die Regie­rungs­par­tei­en, vor allem die SPD, die Grü­ne und DIE LINKE, ver­su­chen bei­de Bewe­gun­gen für ihre Wahl­kam­pa­gnen zu nut­zen, mit dem Ver­spre­chen, die For­de­run­gen umzu­set­zen. Sie behaup­ten, dass eine grün-rot-rote Regie­rung eine ganz ande­re Poli­tik ver­fol­gen wür­de als die jet­zi­ge Bun­des­re­gie­rung. Doch stimmt das über­haupt?

Es waren doch genau die­sel­be SPD und die Grü­nen, die im Bünd­nis mit den Gewerk­schafts­spit­zen die Agen­da 2010 und die Hartz-IV-Refor­men ver­han­delt haben. Es war die rot-rote Regie­rung in Ber­lin, die Tau­sen­de von Kran­ken­haus­be­schäf­tig­ten in Toch­ter­un­ter­neh­men aus­ge­la­gert und Tari­fe umge­gan­gen hat. Es war eine rot-grü­ne Bun­des­re­gie­rung die 2003 das Sys­tem der Fall­pau­scha­len ein­ge­führt hat. Alles deu­tet dar­auf hin, dass die Kapitalist:innen und Unter­neh­mens­ver­bän­de die kom­men­de Regie­rung unter Druck set­zen wer­den, dass sie neue Angrif­fe auf die Arbeiter:innen und die Jugend füh­ren, wie die Erhö­hung des Ren­ten­al­ters oder wei­te­re Kür­zun­gen im öffent­li­chen Dienst.

Jede Regie­rung, die im Herbst zustan­de kom­men könn­te, wird ange­sichts der Wirt­schafts­kri­se und etli­chen Mil­li­ar­den Euro Neu­ver­schul­dung wei­te­re Angrif­fe auf die Arbeiter:innen füh­ren müs­sen, damit die gro­ße Mehr­heit die Kos­ten der Kri­se trägt. Wür­de eine grün-rot-rote Regie­rung die­se Angrif­fe durch­füh­ren, wäre damit für die Arbeiter:innen nichts gewon­nen. Unse­re Ant­wort dar­auf kann des­halb nicht eine Stim­me für die­sen Regie­rungs­kurs sein, son­dern muss eine Per­spek­ti­ve des Kamp­fes auf­wer­fen, die von den DGB-Gewerk­schaf­ten und den sozia­len Bewe­gun­gen aus­geht.

Eine sol­che Poli­tik kann nur durch­ge­setzt wer­den, wenn sie auf die Mobi­li­sie­rung der Arbeiter:innen, der Jugend und der sozia­len Bewe­gun­gen setzt, mit der Per­spek­ti­ve ihrer Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on – auch gegen die refor­mis­ti­schen Büro­kra­tien der Gewerk­schaf­ten und der Bewe­gun­gen –, anstatt ihr Schick­sal in die Hän­de einer „lin­ken“ Bun­des­re­gie­rung zu legen. Dazu gehört unse­rer Mei­nung nach auch der Kampf für eine klas­sen­kämp­fe­ri­sche und anti­bü­ro­kra­ti­sche Frak­ti­on in den Gewerk­schaf­ten, den wir den Orga­ni­sa­tio­nen vor­schla­gen, mit denen wir gemein­sam die VKG auf­bau­en. Die VKG soll­te die Orga­ne der Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on (Ver­samm­lun­gen, Streik­ko­mi­tees, Koor­di­na­ti­ons­in­stan­zen usw.) der Beschäf­tig­ten in unter­schied­li­chen Berei­chen för­dern und über­sek­to­ra­le Koor­di­na­ti­on zwi­schen den ein­zel­nen Beleg­schaf­ten her­stel­len, die sei­tens der Gewerk­schafts­bü­ro­kra­tie gespal­ten wer­den. Die­se Orga­ne soll­ten aus den gewerk­schaft­li­chen Stel­lun­gen her­aus­ge­hen, jedoch über die gewerk­schaft­lich orga­ni­sier­te Min­der­heit hin­aus­ge­hen. Durch den Auf­bau sol­cher Struk­tu­ren, die sich der sozi­al­part­ner­schaft­li­chen und hem­men­den Poli­tik der Gewerk­schafts­bü­ro­kra­tie ent­ge­gen­stel­len, kön­nen die Avant­gar­de-Sek­to­ren unse­rer Klas­se einer­seits eine Akti­ons­ein­heit aller Arbeiter:innen auf­bau­en, die Gewerk­schafts­bü­ro­kra­tie zur Betei­li­gung zu einer sol­chen Akti­ons­front zwin­gen und eine Arbeiter:innenbewegung auf­bau­en, die poli­tisch voll­stän­dig unab­hän­gig von der Regie­rung und der Kon­trol­le der bür­ger­li­chen Büro­kra­tien der Gewerk­schaf­ten ist.

Es ist auch not­wen­dig, eine poli­ti­sche Alter­na­ti­ve gegen­über der Sozi­al­de­mo­kra­tie und des Refor­mis­mus, auf­zu­bau­en, die nicht eine grün-rot-rote Regie­rungs­per­spek­ti­ve ver­tritt, son­dern sich als eine revo­lu­tio­nä­re Kraft in den Betrie­ben, Uni­ver­si­tä­ten und Bezir­ken auf­baut, in Per­spek­ti­ve einer ver­ein­ten revo­lu­tio­när-sozia­lis­ti­schen Par­tei der Arbeiter:innenklasse.

In die­sem Sin­ne erach­ten wir die VKG nicht nur als einen pro­gres­si­ven Anstoß, die klas­sen­kämp­fe­ri­sche Oppo­si­ti­on in den Gewerk­schaf­ten zu stär­ken, son­dern auch als eine Mög­lich­keit, inner­halb die­ser Front einen stär­ke­ren Aus­tausch zwi­schen unse­ren Orga­ni­sa­tio­nen über die stra­te­gi­schen Fra­gen des Klas­sen­kamp­fes anhand kon­kre­ter Erfah­run­gen zu haben und die VKG in Rich­tung einer sol­chen poli­ti­schen revo­lu­tio­nä­ren Alter­na­ti­ve gegen­über dem Refor­mis­mus auf­zu­bau­en.

Für eine sol­che Per­spek­ti­ve haben wir auch als Revo­lu­tio­nä­re Inter­na­tio­na­lis­ti­sche Orga­ni­sa­ti­on (RIO), die Klas­se Gegen Klas­se her­aus­gibt, eine Kan­di­da­tur für den Koor­di­nie­rungs­kreis der Ver­net­zung für kämp­fe­ri­sche Gewerk­schaf­ten ein­ge­reicht, um die VKG in die­se Rich­tung auf­zu­bau­en!

Über all die­se Punk­te wol­len wir als Klas­se Gegen Klas­se und AKUT-Netz­werk auf der Ver­an­stal­tung der VKG am Don­ners­tag dis­ku­tie­ren und unse­re Vor­schlä­ge ein­brin­gen.

Kommt zur Ver­an­stal­tung und kämpft mit uns für eine sol­che Per­spek­ti­ve!

Der Zoom-Link zur Ver­an­stal­tung: https://​us02​web​.zoom​.us/​j​/​7​1​8​6​0​7​2​157

Klas­se Gegen Klas­se