[KgK:] Italienische Hafenarbeiter:innen stoppen Waffenlieferungen nach Israel in Solidarität mit Palästina

Am gest­ri­gen Frei­tag erreich­te die Asia­tic Island den Hafen von Livor­no, Ita­li­en. Dank des Berichts des Auto­no­men Kol­lek­tivs der Hafenarbeiter:innen Genu­as und der Orga­ni­sa­ti­on „Wea­pon Watch“, erfuh­ren die Arbeiter:innen, die in der Basis­ge­werk­schaft „Unio­ne Sin­da­ca­le di Base“ orga­ni­siert sind, dass das Schiff mit Waf­fen und Spreng­stoff bela­den war, die für das israe­li­sche Hafen­be­cken von Asch­dod bestimmt waren. Die­se Waf­fen und Spreng­stof­fe wür­den dazu ver­wen­det wer­den, Palästinenser:innen zu töten, die ohne­hin schon von einer bru­ta­len israe­li­schen Mili­tär­of­fen­si­ve getrof­fen wur­den. Hun­der­te, ein­schließ­lich vie­ler Kin­der, sind ihr bereits zum Opfer gefal­len. Die Gewerk­schaft kün­dig­te kurz dar­auf an, dass sie es nicht zulas­sen wür­de, dass die­se oder ande­re mari­ti­me Rüs­tungs­trans­por­te nach Isra­el auf­bre­chen wür­den.

Die Gewerk­schaf­ten der Hafenarbeiter:innen Ita­li­ens ver­su­chen, das Ein­tref­fen von Rüs­tungs­gü­tern in Isra­el zu ver­hin­dern, indem sie mehr Infor­ma­tio­nen über die geplan­ten Lie­fe­run­gen sam­meln. Am Don­ners­tag erhiel­ten sie einen Hin­weis über die Ankunft dut­zen­der mili­tä­ri­scher Pan­zer­fahr­zeu­ge, die zur Ver­la­dung auf ein ande­res Schiff, die Molo Ita­lia, bereit­ste­hen.

Am heu­ti­gen Sams­tag wird die „Unio­ne Sin­da­ca­le di Base“ in den Stra­ßen von Livor­no in Soli­da­ri­tät mit der paläs­ti­nen­si­schen Bevöl­ke­rung für eine sofor­ti­ge Been­di­gung der Bom­bar­die­rung des Gaza­strei­fens und der Ver­trei­bung der Palästinenser:innen aus ihren Häu­sern demons­trie­ren.

Die­ses Bei­spiel der Arbeiter:innensolidarität könn­te, wenn es ver­viel­facht und inter­na­tio­nal aus­ge­wei­tet wird, mäch­tig genug sein, um die kri­mi­nel­len Angrif­fe des Staa­tes Isra­el gegen Paläs­ti­na zu stop­pen.

Auch im Rest von Euro­pa und in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten muss die Arbeiter:innenbewegung die­ses Bei­spiel auf­neh­men und aktiv gegen die Poli­tik ihrer Regie­run­gen mobi­li­sie­ren, die Isra­el bedin­gungs­los unter­stüt­zen und mas­si­ve Mili­tär­hil­fe leis­ten. Es gilt jeg­li­che Waf­fen­lie­fe­run­gen zu boy­kot­tie­ren, die dazu bestimmt sind, gegen das Volk von Paläs­ti­na ein­ge­setzt zu wer­den. Wir müs­sen das Bei­spiel der Sek­to­ren der Arbeiter:innenbewegung auf­grei­fen, die 2008 in den USA Aktio­nen gegen den impe­ria­lis­ti­schen Krieg gegen den Irak durch­ge­führt haben. Die inter­na­tio­na­len Soli­da­ri­täts­ak­tio­nen mit Paläs­ti­na, zu denen an die­sem Sams­tag auf der gan­zen Welt auf­ge­ru­fen wird, könn­ten der Beginn einer anti­im­pe­ria­lis­ti­schen Bewe­gung sein, einer, die sich die Sache des paläs­ti­nen­si­schen Vol­kes zu eigen macht. Die Gewerk­schaf­ten müs­sen von Erklä­run­gen und Wor­ten zu Taten über­ge­hen und mobi­li­sie­ren, um ein Ende der Mili­tär­hil­fe für Isra­el und der blu­ti­gen Beset­zung Paläs­ti­nas zu for­dern.

Die­ser Arti­kel erschien erst­mals ges­tern bei La Izquier­da Dia­rio.

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