[FRN:] Rastertherapie: Eine Sparmaßnahme zulasten psychisch Erkrankter? (Serie 1005: CX – Corax – Politik – Makro)

Jens Spahns Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um brach­te mit der „Ras­ter­the­ra­pie“ einen neu­en Vor­schlag zur Öko­no­mi­sie­rung der Gesund­heit. Dabei soll­te die Behand­lungs­dau­er von psy­chi­schen Erkran­kung durch ein Ras­ter fest­ge­legt wer­den, statt, wie jetzt, indi­vi­du­ell durch die Therapeut*innen. Bei vie­len hät­te das die The­ra­pie ver­kürzt.
Hin­ter­grund des­sen ist die extrem lan­ge War­te­zeit auf The­ra­pie­plät­ze, Betrof­fe­ne war­ten momen­tan vie­le Mona­te auf ihre ers­te Sit­zung. Die­ser Miss­stand soll­te mit dem Geset­zes­ent­wurf ange­gan­gen wer­den. Doch ist eine de fac­to Ver­kür­zung der Behand­lung vie­ler der rich­ti­ge Weg? Es wur­den Jonas, ange­hen­der Psy­cho­the­ra­peut, und Uwe Hauck dazu befragt. Uwe Hauck star­te­te eine Peti­ti­on gegen die Ras­ter­the­ra­pie. Über 200.000 Men­schen unter­schrie­ben sie.
Der öffent­li­che Druck, unter ande­rem auch durch die Peti­ti­on von Uwe Hauck, ließ das Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um zuletzt ein­kni­cken: Der Vor­stoß wur­de vor­erst fal­len­ge­las­sen. Das Kon­zept der Ras­ter­the­ra­pie steht jetzt jedoch im Raum. Es gilt abzu­war­ten, ob es nicht doch in Zukunft auf ande­re Wei­se durch­ge­bracht wird. Read More