[labournet:] Gastgewerbe: Einmal Fachkräftemangel hausgemacht, bitte!

Neue Lohnspiegelkampagne der Basisgewerkschaft Nahrung und Gastronomie in DresdenKnei­pen, Restau­rants und Cafés öff­nen wie­der – doch es fehlt Per­so­nal. Zu lan­ge haben die Arbeit­ge­ber im Gast­ge­wer­be auf Nied­rig­löh­ne, pre­kä­re Arbeit und schlech­te Nach­wuchs­pfle­ge gesetzt. Jetzt haben vie­le Fach­kräf­te das Wei­te gesucht. (…) Doch nun müs­sen aus­ge­rech­net die Arbeit­ge­ber selbst Was­ser in den Wein gie­ßen. Lan­ge hat­ten sie auf Öff­nun­gen gedrängt. Jetzt mel­den aber vie­le Betrie­be, dass nicht genü­gend Per­so­nal vor­han­den ist, um die Gäs­te zu bedie­nen. Nach offi­zi­el­len Anga­ben des Deut­schen Hotel- und Gast­stät­ten­ver­ban­des (DEHOGA) haben 325.000 Beschäf­tig­te im letz­ten Jahr der Bran­che den Rücken gekehrt. (…) Zuviel Mit­leid wäre aller­dings über­trie­ben. Jah­re­lang haben die Arbeit­ge­ber im Gast­ge­wer­be kaum etwas für ihre eige­ne Attrak­ti­vi­tät getan. Der Fach­kräf­te­man­gel ist in ers­ter Linie haus­ge­macht! Stich­wort Bezah­lung: Durch Tarif­flucht kom­men nicht mal vier von zehn Beschäf­tig­ten in den Genuss eines Tarif­ver­tra­ges. Mit einem durch­schnitt­lich gezahl­ten Brut­to­stun­den­lohn von 13,43 Euro lag die Bran­che 2019 – dem letz­ten Vor-Coro­na-Jahr – in Nie­der­sach­sen ein­deu­tig auf dem letz­ten Platz (sie­he Gra­fik). Damit bleibt schon unter nor­ma­len Umstän­den wenig Geld für das Per­so­nal zum Leben übrig…” #schlag­licht 22/​2021 vom 10.06.2021 beim DGB Nie­der­sach­sen externer Link – sie­he auch unser Dos­sier: [NGG] Coro­na-Kri­se im Gast­ge­wer­be: Ein­kom­men durch tarif­li­che Ver­ein­ba­run­gen absi­chern

Der Bei­trag Gast­ge­wer­be: Ein­mal Fach­kräf­te­man­gel haus­ge­macht, bit­te! erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

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