[labournet:] Wie Brasiliens Fleischindustrie von Sklavenarbeit profitiert

Arbeitsinspektion in Brasilien (Foto: DGB-Bildungswerk)Bra­si­lia­ni­sche Fleisch­kon­zer­ne, die auch nach Deutsch­land expor­tie­ren, bezie­hen Fleisch von Far­men, die Arbeiter_​innen unter skla­ven­ähn­li­chen Bedin­gun­gen beschäf­ti­gen. Durch Kon­trol­len konn­ten im letz­ten Jahr 1.736 Per­so­nen aus Zwangs­ar­beit und Schuld­knecht­schaft befreit wer­den. Die Dun­kel­zif­fer ist wohl zehn Mal höher. Zwei Gigan­ten der bra­si­lia­ni­schen Fleisch­in­dus­trie, JBS und Mar­fig, kauf­ten bei einem Rin­der­züch­ter, lan­ge nach­dem ihn Inspekteur_​innen des Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums der Skla­ven­ar­beit über­führt hat­ten. Dies fand die bra­si­lia­ni­sche NRO Repór­ter Bra­sil, Part­ner des DGB Bil­dungs­werk BUND, her­aus, als sie die Bewe­gun­gen der Her­de des Vieh­züch­ters Mau­rí­cio Pom­peia Fra­ga für eine Recher­che nach­ver­folg­te. (…) In der „Schmut­zi­gen Lis­te“ der Skla­ven­ar­beit („Lis­ta Suja“) lis­tet das bra­si­lia­ni­sche Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um aktu­ell 92 Arbeit­ge­ber auf, die in den ver­gan­ge­nen zwei Jah­ren ins­ge­samt 1.736 Per­so­nen unter skla­ver­ei­ähn­li­chen Bedin­gun­gen beschäf­tigt haben. (…) In der jüngs­ten Ver­öf­fent­li­chung die­ser Lis­te vom 5. April 2021 fan­den sich 19 Arbeit­ge­ber neu in der Lis­te wie­der, die zusam­men 231 Men­schen aus­ge­beu­tet hat­ten. Die Unter­neh­men stam­men aus der Tex­til­in­dus­trie, der Bau­wirt­schaft oder dem Berg­bau – vor allem aber aus der Agrar- und Vieh­wirt­schaft…” Arti­kel von Dani­el Camar­gos in der Über­set­zung durch Mario Schenk am 07.06.2021 beim DGB Bil­dungs­werk externer Link

Der Bei­trag Wie Bra­si­li­ens Fleisch­in­dus­trie von Skla­ven­ar­beit pro­fi­tiert erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

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