[KgK:] Gorillas-Streik: Kein Unternehmen darf das Recht haben, willkürlich Arbeiter:innen zu feuern!

“We want San­ti back” rie­fen am Don­ners­tag die Arbeiter:innen bei Goril­las einem Mana­ger ent­ge­gen. Sie mei­nen, dass ihr Kol­le­ge Sant­ia­go wie­der ein­ge­stellt wer­den soll. Ohne Vor­war­nung und ohne schlüs­si­ge Begrün­dung hat­te die Geschäfts­lei­tung den Fahr­rad­ku­rier gefeu­ert. Dies war mög­lich, weil er noch in der 6‑monatigen Pro­be­zeit war.

Dage­gen sind die Beschäf­tig­ten in den Streik getre­ten und haben die Zugän­ge zum Lager mit ihren Fahr­rä­dern blo­ckiert. Denn sie wis­sen: Jeder­zeit kann die Will­kür des Goril­las-Manage­ments auch sie tref­fen. Die Pro­be­zeit ist sehr lang und ver­dammt sie zu einem hal­ben Jahr von Unge­wiss­heit und Angst. Daher stell­ten die Strei­ken­den zudem die For­de­rung auf, die Pro­be­zeit kom­plett abzu­schaf­fen. Und sie sagen, dass es kei­ne Kün­di­gung ohne vor­he­ri­ge Abmah­nung geben darf.

Der Anspruch auf Kün­di­gungs­schutz ist ein ele­men­ta­res Recht, wel­ches die Arbeiter:innenbewegung in Deutsch­land bereits vor Jahr­zehn­ten erkämpft hat. Es kann nicht sein, dass ein Unter­neh­men ver­sucht, dies aus­zu­höh­len. Der Kampf der Beschäf­tig­ten bei Goril­las für ihren Kol­le­gen Sant­ia­go geht damit alle Arbeiter:innen an. 

Beson­ders in der jet­zi­gen Kri­se kann eine Kün­di­gung ohne Vor­war­nung Men­schen in größ­te Not brin­gen. Mit sei­nem Visum bekommt Sant­ia­go kei­ne Sozi­al­hil­fe und so gab er an, nicht zu wis­sen, wie er sei­ne Mie­te zah­len soll. Kein Unter­neh­men darf das Recht haben, durch will­kür­li­che Kün­di­gun­gen mit den Exis­ten­zen ihrer Beschäf­tig­ten zu spie­len.

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