[ak:] Shutdown in der Klassengesellschaft

Seit Beginn der Pan­de­mie vor zwölf Mona­ten hat die deut­sche Lin­ke es weit­ge­hend ver­säumt, eine eigen­stän­di­ge Posi­ti­on zur gesund­heit­li­chen, öko­no­mi­schen und sozia­len Kri­se zu ent­wi­ckeln und poli­tisch zu arti­ku­lie­ren. Einer liber­tä­ren, rechts­of­fe­nen Misch­be­we­gung von »Corona-Skeptiker*innen« gelang es hin­ge­gen, die vakan­te Stel­le der außer­par­la­men­ta­ri­schen Oppo­si­ti­on zu beset­zen. Sie konn­te sich medi­al

[ak:] Das faulste Virus aller Zeiten? Corona bei der Arbeit (Teil 1)

Man weiß inzwi­schen eine Men­ge dar­über, wie und wo man sich mit Coro­na infi­zie­ren kann. Nur über einen gro­ßen Bereich des Lebens herrscht Schwei­gen, und Daten sind so gut wie kei­ne zu fin­den: die Arbeits­welt. Wir haben uns des­halb umge­hört; in der Rei­he »Coro­na bei der Arbeit« doku­men­tie­ren wir kur­ze

[ak:] Preußen-Themenpark an der Spree

Nun steht es also da, das Gebäu­de, das aus der Zeit fiel, bevor es fer­tig war. Die Eröff­nung des Hum­­boldt-Forums in Ber­lin war letzt­lich nicht das pom­pö­se Hap­pe­ning, das sich die Initiator*innen vor­ge­stellt hat­ten. Denn die Pan­­de­­mie-Maß­­nah­­men mach­ten dem buch­stäb­lich einen Strich durch die Rech­nung: Zu den bis­her ver­aus­gab­ten 644

[ak:] Geh bitte! Die PARTEI

Dass ich irgend­wann in die­ser Kolum­ne auf Mar­tin Son­ne­born und der PARTEI rum­ha­cken wür­de, habe ich schon kom­men sehen. Bis­her habe ich mich aller­dings davor gedrückt, weil ich schon schnar­che, wenn ich nur dar­an den­ke, was ich dazu schrei­ben könn­te. Jeder ernst­haft femi­nis­ti­schen oder anti-ras­­sis­­ti­­schen Per­son ist schnell klar, dass

[ak:] Mit Pickelhaube ins Reich

Am Anfang war der Krieg. Genau­er gesagt, waren es drei, die unter dem Namen Reichs­ei­ni­gungs­krie­ge in die Geschich­te ein­gin­gen: 1864 Preu­ßen und Öster­reich gegen Däne­mark; 1866 Preu­ßen gegen Öster­reich; 1870/​71 schließ­lich Preu­ßen und die süd­deut­schen Staa­ten gegen Frank­reich. Dass die­se Krie­ge not­wen­dig und wün­schens­wert sei­en, hat­te Preu­ßens Minis­ter­prä­si­dent Otto von

[ak:] Widerstand gegen die Rohstoffausbeutung

Im Juli letz­ten Jah­res erließ Mexi­ko ein Ver­bot des umstrit­te­nen Unkraut­ver­nich­tungs­mit­tel Gly­pho­sat für alle staat­li­chen Betrie­be. Der mexi­ka­ni­sche Umwelt­mi­nis­ter Víc­tor Tole­do, der die­ses Ver­bot ent­schei­dend vor­an­ge­trie­ben hat­te, trat aller­dings zwei Mona­te spä­ter von sei­nem Amt zurück. Ein Audio­mit­schnitt war an die Öffent­lich­keit gelangt, in dem er beklag­te, dass sei­ne Initia­ti­ve

[ak:] Mit Weißwein gegen internationale Investor*innen

Ende Okto­ber 2020 wur­de in der Berg­re­gi­on von Lechk­hu­mi in Zen­tral­ge­or­gi­en ein Pro­test­camp errich­tet. Ziel des Wider­stan­des war das Bau­stel­len­ge­län­de eines Was­ser­kraft­werk­kom­ple­xes, bekannt als Namakhva­ni HPP. Dorfbewohner*innen, die durch den Bau von ihrem Land ver­trie­ben wur­den, stell­ten sich den Arbei­ten von Beginn an ent­schlos­sen ent­ge­gen und fan­den dabei die Unter­stüt­zung

[ak:] Die Fesseln der Binarität

Das Patri­ar­chat bäumt sich auf — weil es wie sel­ten zuvor beschos­sen wird. ak-Autorin Caro­lin Wie­de­mann zeigt in ihrem neu­en Buch »Zart und frei. Vom Sturz des Patri­ar­chats«, wie grund­le­gend der Glau­ben an eine ver­meint­lich natür­li­che Geschlech­ter­ord­nung für die bür­­ger­­lich-kapi­­ta­­lis­­ti­­sche Gesell­schaft ist und dass rech­te, libe­ra­le und manch lin­ke Antifeminist*innen

[ak:] Kollektive Glücksgefühle

Lin­ke kön­nen gut über das Elend spre­chen, bei den The­men Glück und Soli­da­ri­tät hin­ge­gen ist noch viel Auf­hol­be­darf. Ein Gespräch über Glück als kol­lek­ti­ves Pro­jekt, was bei der Defi­ni­ti­on von Soli­da­ri­tät oft über­se­hen wird und über die der­zei­ti­ge Situa­ti­on in Kir­gi­stan und der Welt. Wei­ter­le­sen auf akweb​.de Read More

[ak:] Das Freizeitvirus

Es muss wohl ein Frei­zeit­vi­rus sein.« Mit einer gehö­ri­gen Por­ti­on Sar­kas­mus reagier­ten vie­le Men­schen auf die Anfang Janu­ar ver­kün­de­ten neu­en Coro­­na-Maß­­nah­­men der Bun­des­re­gie­rung sowie der Län­der. Denn wäh­rend das Pri­vat­le­ben Stück um Stück ein­ge­schränkt wird, lau­fen Fließ­bän­der und Logis­tik­zen­tren wei­ter, müs­sen Men­schen nach wie vor in Fabrik und Büro gehen

[ak:] Sexualerziehung, Transrechte und Klassenfragen

Im Okto­ber des ver­gan­ge­nen Jah­res kam es zu Pro­tes­ten in meh­re­ren Städ­ten Nami­bi­as, nach­dem das Grab der 21-jäh­­ri­­gen Shan­non Was­ser­fall in der Wüs­te vor der Küs­ten­stadt Wal­vis Bay gefun­den wur­de. Sie war sechs Mona­te zuvor ver­misst gemel­det wor­den. In Nami­bia kommt es immer wie­der zu gewalt­tä­ti­gen Über­grif­fen, das Level an

[ak:] Hoffnungen für 2021?

Kürz­lich schrieb mir jemand und frag­te nach mei­nen Hoff­nun­gen für 2021. Ich ant­wor­te­te, dass wir, bevor wir über Hoff­nun­gen und Mög­lich­kei­ten spre­chen, zuerst die kol­lek­ti­ve Schan­de ein­ge­ste­hen müs­sen, es im letz­ten Jahr nicht geschafft zu haben, eine lan­des­wei­te Pro­test­be­we­gung gegen jene Poli­tik auf­zu­bau­en, die zum ver­meid­ba­ren Tod von Hun­dert­tau­sen­den und

[ak:] Ausgangssperre und Tracing-App

Als die Pro­vinz Hub­ei inklu­si­ve der Haupt­stadt Wuhan im Janu­ar 2020 kom­plett abge­rie­gelt wur­de, schüt­tel­te man hier­zu­lan­de noch den Kopf. Ein Jahr spä­ter zeigt sich, dass jene Staa­ten, die früh­zei­tig inten­si­ve Maß­nah­men zur Ein­däm­mung der Pan­de­mie ergrif­fen, wesent­lich weni­ger stark betrof­fen sind, was sowohl die Todes­zah­len als auch die wirt­schaft­li­chen