[ak:] »Näher an den sozialen Bewegungen«

Die Bewe­gung zum Sozia­lis­mus gewinnt die Prä­­si­­den­t­­schafts- und Par­la­ments­wah­len in Boli­vi­en deut­lich Ges­tern Abend, am 23. Okto­ber, hat Sal­va­dor Rome­ro, Prä­si­dent des Obers­ten Wahl­ge­richts (TSE), die offi­zi­el­len Wahl­er­geb­nis­se der Prä­­si­­den­t­­schafts- und Par­la­ments­wah­len in Boli­vi­en bekannt­ge­ge­ben. Bei einer his­to­ri­schen Wahl­be­tei­li­gung von 88,4 Pro­zent hat die Bewe­gung zum Sozia­lis­mus (Movi­mi­en­to al Socia­lis­mo,

[ak:] Die erfasste Stadt

Die »Smart City« ver­wischt die Gren­ze zwi­schen Infra­struk­tur und Über­wa­chung, wie Bei­spie­le aus den USA zei­gen In unse­rem All­tag begeg­net uns stän­dig irgend­wel­ches smar­tes Zeug – smar­te Kühl­schrän­ke, smar­te Zahn­bürs­ten, smar­te Schlös­ser, smar­te Was-auch-immer. Die­se gan­ze Smart­ness besteht für gewöhn­lich dar­in, ein vor­mals dum­mes Ding mit Sen­so­ren zur Daten­er­fas­sung, mit

[ak:] The Rona is back

Vor dem nächs­ten Lock­down blei­ben wir schutz- und empa­thie­los Es ist Ende Okto­ber, und wenig über­ra­schend befin­den wir uns am Ran­de des zwei­ten Lock­downs in Deutsch­land. Auch unter Lin­ken ist in den ver­gan­ge­nen Wochen viel um die rich­ti­ge Posi­ti­on zu Coro­na, the Rona, gerun­gen wor­den. Vom Hash­tag #StayThe­Fu­ckA­tHome, über eine

[ak:] Gewalt und Gefühle

»Cous­cous mit Zimt« erzählt von Soli­da­ri­tät unter Frau­en und Sehn­suchts­or­ten, die kei­ne sein soll­ten Elsa Koes­ter ist Redak­teu­rin bei der deut­schen Wochen­zei­tung Der Frei­tag. Nun ist ihr ers­ter Roman »Cous­cous mit Zimt« erschie­nen, eine fran­­zö­­sisch-tun­e­­sisch-deu­t­­sche Fami­li­en­ge­schich­te, in der sich viel aus Koes­ters eige­nem Leben wie­der­fin­det. Dazu kom­men eini­ge umkämpf­te Klas­si­ker

[ak:] Dem Investor zum Fraß vorgeworfen

Das Ber­li­ner Haus­pro­jekt Lie­big 34 wur­de geräumt – aller­dings nicht wider­stands­los Sieb­zig Pro­zent der Check­­point-Leser hal­ten Lie­­bi­­g34-Räu­­mung für falsch.« So stand es in der Woche nach der Räu­mung des besetz­ten Hau­ses Lie­big 34 auf der Web­sei­te der auf­la­gen­stärks­ten Tages­zei­tung Ber­lins, dem Tages­spie­gel. Dem­nach hat­ten sich 11.000 Men­schen an einer Online-Umfra­­ge

[ak:] Vom Arbeitskampf zum klimagerechten Systemwechsel

War­um Kli­ma­be­we­gung und Gewerk­schaf­ten gemein­sam für eine anti­ka­pi­ta­lis­ti­sche Per­spek­ti­ve kämp­fen soll­ten Wer in den letz­ten Wochen die Tarif­run­de zum kom­mu­na­len ÖPNV ver­folgt hat, konn­te beob­ach­ten, wie Klimaaktivist*innen sich mit den strei­ken­den Bus- und Bahnfahrer*innen soli­da­ri­sier­ten. Gemein­sam wur­den bes­se­re Arbeits­be­din­gun­gen als Bei­trag für eine kli­ma­ge­rech­te Ver­kehrs­wen­de gefor­dert. Doch die­se Ein­tracht ist

[ak:] Den industriellen Um- und Rückbau planen

Wie lässt sich von kapi­ta­lis­ti­scher Pla­nung ler­nen? Die durch­schnitt­li­che glo­ba­le Erwär­mung auf maxi­mal 1,5° Cel­si­us zu begren­zen, erfor­dert einen his­to­risch ein­ma­li­gen Um- und Rück­bau gro­ßer Tei­le des gesam­ten pro­duk­ti­ven Appa­ra­tes unse­rer Gesell­schaf­ten. Nur mit gesell­schaft­li­cher Pla­nung lässt sich die­ser umfang­rei­che Pro­zess so gestal­ten, dass er nicht mit gro­ßer Arbeits­lo­sig­keit und

[ak:] Zwischen Moral und Positivismus

Unbe­stech­li­che Nai­vi­tät war das Erfolgs­re­zept von Fri­days for Future – und könn­te Aus­weg aus ihrer Kri­se sein Vor knapp zwei Jah­ren ist Fri­days for Future in die poli­ti­sche Land­schaft ein­ge­schla­gen: Plötz­lich konn­te die Mil­lio­nen­mar­ke bei Demons­tra­tio­nen wie­der geknackt wer­den. Aller­orts gab es Aktio­nen, Sym­pa­thie­be­kun­dun­gen und Not­stands­er­klä­run­gen von Politiker*innen. Unzwei­fel­haft hat

[ak:] Vergessenes Rotes Kurdistan

Die Vor­ge­schich­te des ers­ten auto­no­men kur­di­schen Gebie­tes begann vor 100 Jah­ren mit der Sowje­ti­sie­rung von Trans­kau­ka­si­en Es ist ein ver­ges­se­nes Kapi­tel lin­ker und kur­di­scher Geschich­te: Das »Rote Kur­di­stan«, eine auto­no­me Pro­vinz in der ehe­ma­li­gen Sowjet­uni­on, bestand nur sechs Jah­re, von 1923 bis 1929, der Grund­stein dafür wur­de schon frü­her gelegt.

[ak:] Superspreader für rechtes Gedankengut

Das Pro­blem mit ras­sis­ti­schen Polizist*innen und Poli­zei­ge­walt hört ein­fach nicht auf – kann es auch nicht Poli­zei­pro­blem, die nächs­te: Mit­te Okto­ber flog die zwei­te rechts­ex­tre­me Chat­grup­pe von Ber­li­ner Polizist*innen inner­halb von nicht ein­mal zwei Wochen auf. Sie­ben Poli­­zei-Stu­­die­­ren­­de für den geho­be­nen Dienst hat­ten in einer Chat­grup­pe mit 26 Mit­glie­dern ras­sis­ti­sche

[ak:] Ist ein weniger autoritärer Sozialismus möglich?

Auf­ge­blät­tert: der Sam­mel­band »Die jugo­sla­wi­sche Arbei­ter­selbst­ver­wal­tung« Im Novem­ber 1945 ent­stand die Föde­ra­ti­ve Volks­re­pu­blik Jugo­sla­wi­en, 1963 wur­de der Bun­des­staat umbe­nannt in Sozia­lis­ti­sche Föde­ra­ti­ve Repu­blik Jugo­sla­wi­en (SFRJ). Vie­le euro­päi­sche Lin­ke blick­ten damals mit Inter­es­se und Sym­pa­thie auf das jugo­sla­wi­sche Modell. Seit die von dem ehe­ma­li­gen Par­ti­sa­nen­mar­schall Josip Broz Tito (1892–1980) ange­führ­te Kom­mu­nis­ti­sche