Rechtlicher Hinweis

Die Anga­ben im hie­si­gen Impres­sum wer­den ohne Aner­ken­nung einer Rechts­pflicht gemacht.

1. Gem. § 55 I RStV haben „Anbie­ter von Tele­me­di­en, die nicht aus­schließ­lich per­sön­li­chen oder fami­liä­ren Zwe­cken die­nen, […] fol­gen­de Infor­ma­tio­nen leicht erkenn­bar, unmit­tel­bar erreich­bar und stän­dig ver­füg­bar zu hal­ten:

1. Namen und Anschrift sowie

2. bei juris­ti­schen Per­so­nen auch Namen und Anschrift des Ver­tre­tungs­be­rech­tig­ten.“

Dar­aus folgt min­des­tens zwei­er­lei:

a) Für Tele­me­di­en (z.B. Web­sei­ten), die „aus­schließ­lich per­sön­li­chen oder fami­liä­ren Zwe­cken die­nen“, müs­sen die­se Anga­ben nicht gemacht wer­den.

b) Der Begriff der „per­sön­li­chen […] Zwe­cken“ ist nicht deckungs­gleich mit dem Begriff der „fami­liä­ren Zwe­cken“, und ers­te­rer ist auch kei­ne blo­ße Teil­men­ge des letz­te­ren, denn ande­ren­falls wäre die Anfüh­rung bei­der Adjek­tiv über­flüs­sig.

2. Gem. § 5 I Nr. 1 TMG müs­sen „Diens­te­an­bie­ter […] für geschäfts­mä­ßi­ge, in der Regel gegen Ent­gelt ange­bo­te­ne Tele­me­di­en fol­gen­de Infor­ma­tio­nen leicht erkenn­bar, unmit­tel­bar erreich­bar und stän­dig ver­füg­bar zu hal­ten: 1. den Namen und die Anschrift, unter der sie nie­der­ge­las­sen sind, bei juris­ti­schen Per­so­nen zusätz­lich die Rechts­form, [… usw.].“

Auch wenn das Tele­me­di­en­ge­sez ein Bun­desgesetz ist und der Rund­funk­staats­ver­trag dage­gen ein – von den Lan­des­par­la­men­ten rati­fi­zier­ter – Ver­trag der Bun­deslän­der, spricht dies – im Sin­ne der Ein­heit der Rechts­ord­nung – dafür, daß „per­sön­li­che oder fami­liä­re Zwe­cke“ i.S.d. § 55 I RStV alle sol­chen Zwe­cke sind, die nicht „geschäfts­mä­ßig“ i.S.d. § 5 I Nr. 1 TMG sind.

Da die­se Web­sei­te kein Geschäft ist – weder durch Ent­gelt noch durch Wer­bung finan­ziert wird -, son­dern eine ‚Infor­ma­ti­ons­spen­de‘ an alle inter­es­sier­ten Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, unter­liegt die­se Web­sei­te also nicht der Impres­sums­pflicht.

3. Dies dürf­te ins­be­son­de­re auch die Auf­fas­sung des Ber­li­ner Lan­des­ge­setz­ge­bers sein. Denn § 7 I Ber­li­ner Pres­se­ge­setz lau­tet: „Auf jedem im Gel­tungs­be­reich die­ses Geset­zes erschei­nen­den Druck­werk müs­sen Name oder Fir­ma und Wohn­ort oder Geschäfts­sitz der Dru­cker und der Ver­le­ger, beim Selbst­ver­lag der Ver­fas­ser oder der Her­aus­ge­ber, genannt sein.“

Dar­aus folgt:

  • Nur bei Druck­wer­ken, die nicht im Selbst­ver­lag erschei­nen, müs­sen „Name oder Fir­ma und Wohn­ort oder Geschäfts­sitz der Dru­cker und der Ver­le­ger“ genannt wer­den.
  • Bei Druck­schrif­ten, die im Selbst­ver­lag erschei­nen, genügt dage­gen die Nen­nung des „Verfasser[s] oder der Herausgeber[s]“ – also der Namen die­ser Per­so­nen.

Der Fall einer nicht-kom­mer­zi­el­len Web­sei­te ist dem Fall eines Druck­wer­kes, das im Selbst­ver­lag erscheint, ähn­lich; eine Web­sei­te, die geschäfts­mä­ßig betrie­ben wird, ist dage­gen einem Druck­werk ähn­lich, das in einem Ver­lags­un­ter­neh­men (= Fremd­ver­lag) erscheint.

Die­je­ni­gen, die all­dies oder einen Teil davon anders sehen, kön­nen sich ger­ne an die gem. § 59 III RStV zustän­di­ge Medi­en­an­stalt Ber­lin-Bran­den­burg wen­den:

Medi­en­an­stalt Ber­lin-Bran­den­burg (mabb)
Klei­ne Prä­si­den­ten­stra­ße 1
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